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Psychanalyse / Philosophie 2007-2008 | Séminaire "Freud, Lacan, Derrida"
Retour à : Psychanalyse / Philosophie
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— FREUD, LACAN, DERRIDA
I. — Vorlesungsankündigung Wintersemester II.— Vorlesungsankündigung Sommersemester
I. — Vorlesungsankündigung WINTERsemester 2007/8, Medizinische Universität Wien
2007: Vorlesungen am 12.10., 9.11., und 7.12., 2008: Vorlesung am 18.1.,
jeweils von 16-18h,
Hörsaal B der Hörsäle am Südgarten (Allgemeines Krankenhaus, Universitätsklinik für Psychiatrie, 1090 Wien Währinger Gürtel 18-20).
Dass Lacan durch seinen Bezug auf Hegel und Heidegger den psychoanalytischen Diskurs zu erneuern vermochte, ist unbestreitbar. Es lässt aber gleichzeitig auch zutage treten, dass die philosophischen Referenzen nicht ausreichen, um Freuds Werk gerecht zu werden. Jenseits der Verträglichkeit mit Dialektik und Analytik des Daseins erscheint vieles bei Freud widersprüchlich, und diese Widersprüche sind vielleicht das Interessanteste an seinem Werk. Deutlich wird das z.B. an Freuds Äußerungen über den Tod: Einerseits Betonen der Notwendigkeit, unsere Sterblichkeit anzuerkennen, andererseits Aussagen wie: „Der eigene Tod ist ja auch unvorstellbar, und sooft wir den Versuch dazu machen, können wir bemerken, dass wir eigentlich als Zuschauer weiter dabeibleiben.“ Das könnte ein Hinweis dafür sein, dass das „Arbeiten der Negativität“ und das „Übernehmen des Todes“ nur innerhalb einer begrenzten Ökonomie funktionieren, die sich als dekonstruierbar erweist. Es geht darum, zu zeigen, inwiefern die Psychoanalyse in wesentlicher Weise von einer Spannung zwischen metaphysischen Tendenzen und deren möglicher Auflösung bestimmt wird.
Literatur:
- Georges BATAILLE, « Hegel, la mort et le sacrifice », in Œuvres complètes, Bd. XII, Paris, 1988
- DERRIDA, Aporien, München, 1998
- FREUD, „Zeitgemäßes über Krieg und Tod“, Studienausgabe, Bd. IX, S.33-60
- HEGEL, Phänomenologie des Geistes
- HEIDEGGER, Sein und Zeit, Tübingen, 1972
II. — Vorlesungsankündigung SOMMERsemester 2008, Medizinische Universität Wien
2008: Vorlesungen am 14.3., 4.4., 16.5. und 20.6.,
jeweils von 16-18h,
Hörsaal B der Hörsäle am Südgarten (Allgemeines Krankenhaus, Universitätsklinik für Psychiatrie, 1090 Wien Währinger Gürtel 18-20).
In seinem späten Seminar Le Sinthome (1975/6) gelangt Lacan zu einer letzten Umformung seiner bisherigen Theorie. Im Gegensatz zu früher denkt Lacan jetzt, dass die symbolische Funktion des Vaters lediglich eine unter mehreren möglichen Antworten auf eine Art Grundverrücktheit der menschlichen Existenz darstellt. Im Zentrum des Seminars steht das Werk von James Joyce und die Annahme, dass beim Dichter eine Psychose bestanden habe, die nicht zur Auslösung gelangt ist. Durch Bezug auf die Knotentheorie versucht Lacan zu zeigen, wie eine eigenartige Symptombildung (sinthome) einen ursprünglichen Strukturfehler zu korrigieren vermag. Dieser späte Beitrag Lacans stellt zweifellos eine Auseinandersetzung mit dem Dekonstruktivismus dar, welche genauer untersucht werden soll.
Literatur:
- Lacan, Le Sinthome (le Séminaire, Livre XXIII), Paris, Seuil, 2005
- Derrida, Ulysse gramophone, Paris, Galilée, 1987 (deutsch : Berlin, Brinkmann und Bose 1999)
- Derrida, « La Veilleuse », in Jacques Trilling, James Joyce ou l’écriture matricide, Belfort, Circé, 2001
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