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PSYCHOANALYTISCHES KOLLEG, 2007-2008 Activités des correspondants de l'IHEP en Allemagne et au Luxembourg

Retour à : Psychoanalytisches Kolleg

Siehe 2008-2009 und später : Activites.Psychoanalytisches-Kolleg




Verein »Psychoanalytisches Kolleg e. V.« 2007-2008
http://mms2.erzwiss.uni-hamburg.de/pak/info.php?content=1&link_type=map  
   PAK »Home«: http://mms2.erzwiss.uni-hamburg.de/pak/
• Hierunter einige Lehr- und Forschungsaktivitäten des Kollegs 
• Siehe Vorstand des Vereins 





I. — Veranstaltungen

Arbeitswochenenden

Die Arbeitswochenenden sollen eine Zusammenarbeit in konzentrierter Form ermöglichen. Sie stehen jeweils unter einem Oberthema, das auch in den fortlaufenden Veranstaltungen, etwa zur Klinik, zur Technik, zum Setting, aufgenommen und variiert wird.

Termine und Neuigkeiten zur Zusammenarbeit im Psychoanalytischen Kolleg sowie Materialien zu den einzelnen Veranstaltungen finden Mitglieder im virtuellen Projektraum »Psychoanalytisches Kolleg« unter:





12. bis 14. Oktober 2007 – Hamburg

Arbeitswochenende »Perversion«

Leitung: André Michels, Karl-Josef Pazzini

Die Perversion ist eine der drei von Lacan – Freud weiterführend – konzipierten klinischen Strukturen. Für die Klinik hat sich damit die Herausforderung verschärft, zwischen der Perversion als Verhaltensform und als klinischer Struktur zu unterscheiden. Das, was vom Verhalten her einmal als pervers identifiziert war, z.B. gelebte Homosexualität, kann von der Struktur her etwas anderes sein. Die Befassung mit der Perversion lässt sofort die Frage nach der (gesellschaftlichen) Norm erscheinen. Fetischismus als eine Ausprägung der Struktur der Perversion konfrontiert offensichtlich mit der Verleugnung der (symbolischen) Kastration. Am Fetischismus lässt sich Lacans Unterscheidung von Penis und Phallus diskutieren und wirft damit die Frage auf, wie Fetischismus bei »Frauen« und »Männern« sich ausprägt. Wie taucht die Struktur in der psychoanalytischen Praxis auf, wie wurde daran gearbeitet? Weitet man den Blick, kann man auch die Frage stellen, wie taucht strukturell Perversion im gesellschaftlichen, politischen Leben auf.

Öffentliche Filmvorführung:

Carsten Does & Robin Cackett: »Die Freiheit des Erzählens. Das Leben des Gad Beck« (Film D 2006, 100 Min.)

mit anschließenden kurzen Statements zu:

André Michels: Anmerkungen zur perversen Struktur

Karl-Josef Pazzini: Normierungen schaffen Abweichungen

z.B. »homosexuell«, »jüdisch«. Überlegungen zur Perversion

Robin Cackett: Beweggründe zum Film.

z.B. Sexualität und Widerstand





9. bis 12. Mai 2008 (Pfingsten) – Dhaun

Arbeitswochenende »Psychotherapie/Psychoanalyse«

Inhaltliche Konzeption und Koordination: Claus-Dieter Rath, Johanna Vennemann-Bär

Psychoanalyse und Psychotherapie werden landläufig gleichgesetzt. Auch Psychoanalytiker haben oft Mühe, die beiden Praktiken, Theorien, Ethiken zu unterscheiden. Konsens besteht darin, dass eine Analyse therapeutische Wirkungen hat, haben soll, eine Therapie hingegen nicht unbedingt analytische. Doch gibt es unterschiedliche Auffassungen von Therapie, von Kur, von Heilung, Genesung, Gesundung …, etwa in Hinblick auf den Status des Symptoms (Symptomheilung). Eine Therapie, aber auch eine Analyse kann als gelungene oder misslungene, als erfolgreich und nicht erfolgreich beendete bezeichnet werden. Was ist der Unterschied? Was unterscheidet eine Therapie von einer Analyse? Welche Kriterien werden dabei verwendet? Krankenkassen sind ausschließlich für den therapeutischen Aspekt der Beseitigung von »Störungen mit Krankheitswert« zuständig. Sie bezahlen keine Psychoanalyse, sondern Psychotherapien (die auch psychoanalytisch orientiert sein können). Was bedeutet das für die Arbeit von Analytikern, die mit einem Kassenvertrag praktizieren? Eine Kernfrage lautet: Erledigt die Psychoanalyse einen Auftrag? Bei den therapeutischen Bemühungen geht es nämlich darum, einen Menschen von einer bestimmten Krankheit zu befreien oder ihn zu etwas Bestimmtem zu befähigen. Dabei sind mehrere Dimensionen eines Auftrags im Spiel: Auftrag der Gesellschaft, Auftrag des Einzelnen, der um Hilfe nachkommt, Selbst-Auftrag des Analytikers. Manche behaupten – und zwar nicht im Sinn eines Ungenügens –, Psychoanalyse heile nicht. Es wird gegen diese Haltung der Vorwurf des Zynismus erhoben: Psychoanalyse werde von jenen praktiziert, ohne dass sich irgend etwas ändere. Dass Psychotherapie und Psychoanalyse nicht einfach Gegensätze sind, geht auch daraus hervor, dass der Erfinder der Psychoanalyse häufig von Psychotherapie, ja von »unserer Therapie« spricht; er erörtert die »therapeutischen« Aufgaben, Erfolge, Methoden, Wirksamkeit, Ziele seiner praktischen Arbeit und er beobachtet an manchem Analytiker einen großen »therapeutischen« Ehrgeiz. Der therapeutische Standpunkt ist Freud nicht fremd; er hat ihn in Texten wie »Zur Psychotherapie der Hysterie« dargelegt. Freud stellt in diesem frühen Text eine der Besonderheiten der psychoanalytischen Technik, nämlich das Voranschreiten »in radialer Richtung« zum »Kerne der pathogenen Organisation«, dar. (GW I, S. 296f.) Auch Jacques Lacan beschäftigt sich mit den therapeutischen Funktionen der Psychoanalyse. Einige der Punkte, auf die er dabei zu sprechen kommt sind:

Die Frage nach der Ausrichtung der Kur Die Frage nach dem Platz des Analytikers Die Frage nach dem Wunsch, zu retten und zu heilen, und nach dem Begehren des Analytikers. Die Frage nach der Ethik der Psychoanalyse. Was heißt: Psychoanalysieren ist ein ethischer Akt?

Erste Literaturangaben: Freud, Sigmund: Psychoanalyse und Telepathie, GW XVII, S. 32f. Einige Vorträge (in französischer u. italienischer Sprache) von der Tagung der Fondation Européenne pour la Psychanalyse, 23./24 Mai 2003 in Rom: LA CURA PSICANALITICA È UNA TERAPIA EFFICACE?/La cure psychanalytique est-elle une thérapie efficace?







II. — Fortlaufende Veranstaltungen





Berlin

Zur Genese und Struktur des Settings

Leitung: Karl-Josef Pazzini
Die nächsten Termine für beide Seminare sind: Samstag, 22. September Samstag, 20. Oktober Samstag, 10. November Samstag, 08. Dezember An diesen Samstagen findet von 17.00–19.00 Uhr auch das öffentliche Übersetzungsseminar zu Moustapha Safouan: »Jacques Lacan et la question de la formation des analystes« statt (Veranstalter: FLG).

Termine für 2008 werden noch vereinbart.







III. — Offene Veranstaltungen

von Mitgliedern des Psychoanalytischen Kollegs





Berlin

Freud-Lacan-Gesellschaft. Psychoanalytische Assoziation Berlin
Öffentliches Übersetzungsseminar

Leitung: Claus-Dieter Rath

Moustapha Safouan: Jacques Lacan et la question de la formation des analystes (Jacques Lacan und die Frage der Analytikerausbildung), Paris: Seuil 1983 (91 Seiten).

Etwa einmal im Monat, Samstag, 17.00 bis 19.00 Uhr Beginn: Januar 2008 (Die Termine entsprechen denen des Klinischen Seminars)

Kontakt: Claus-Dieter Rath, Niebuhrstr. 77, 10629 Berlin, Tel. 030 881 91 94, { RathCD [ad] aol.com ¦ [ad] : @ } Seminar--Handy mit Mailbox: 0160 658 33 40






Hamburg


Assoziation für die Freudsche Psychoanalyse
Lektüre-Seminar: Jacques Lacan: Das Seminar V: Die Bildungen des Unbewußten

Leitung: Karl-Josef Pazzini, Marianne Schuller

Im Winter 2007/2008 wollen wir unsere Lacan-Lektüren fortsetzen. Zur Debatte steht das von Lacan 1957–1958 gehaltene »Seminar Buch V. Die Bildungen des Unbewußten«, das, eingerichtet von Jacques-Alain Miller und übersetzt von Hans-Dieter Gondek, 2006 bei turia + kant erschienen ist. Dieses Buch V hat, wie es im Nachwort des Übersetzers heißt, unter den Lacan-Seminaren eine alles sprengende Wucht – nicht zuletzt dadurch, dass es sehr umfangreich geraten ist. (Wir werden Sorge zu tragen haben, dass die Textpassagen, auf die wir uns geeinigt haben, zur Verfügung stehen.) Von daher stellt sich nachdrücklich die Frage der Auswahl: Vorschläge der Teilnehmenden sind erwünscht, wie wir auch in der ersten Sitzung Vorschläge machen werden. In jedem Falle wird das Kapitel unter dem Titel »Die Freudschen Strukturen des Witzes« zu lesen sein, deren Bezug zu den folgenden Passagen herauszuarbeiten wäre. Steht wie auch in den vorangegangenen Seminaren die Frage nach dem, wie Lacan zu lesen ist, im Vorder-grund, so scheint die ›Relektüre‹ des Freudschen Witz-Buches für diese Frage in besonderer Weise geeignet.

14-täglich, Mittwoch, 20.00 Uhr, Beginn: 31. Oktober 2007

Schriftliche Anmeldung bei: Prof. Karl-Josef Pazzini, Bornstr. 12, 20146 Hamburg, T. 040 41 35 29 06, { pazzini [ad] uni-hamburg.de ¦ [ad] : @ } oder bei Prof. Marianne Schuller, Bornstr. 12, 20146 Hamburg, Tel: 040 450 08 38, { mail [ad] marianne-schuller.de ¦ [ad] : @ ]


Assoziation für die Freudsche Psychoanalyse
Klinisches Seminar (Fortsetzung)

Frauke Besuden (Stade), Karl-Josef Pazzini (Hamburg)

Die Gruppe bietet Gelegenheit über die laufende Arbeit in Analysen und anderen Anwendungen der Psychoanalyse zu sprechen und daraus psychoanalytische Forschung zu treiben.

Teilnahmebedingung: Sprechen aus der eigenen Praxis

Nächste Termine: 27.09., 01.11, 13.12.2007

Anmeldung: Karl-Josef Pazzini, Bornstr. 12, 20146 Hamburg Tel. 040-41352906, Fax: 040-41352907, { pazzini [ad] uni-hamburg.de ¦ [ad] : @ }



Assoziation für die Freudsche Psychoanalyse
Arbeitszusammenhang »Judentum und Psychoanalyse«

In Planung ist ein Arbeitszusammenhang zum Verhältnis von »Judentum und Psychoanalyse«, konzipiert von André Michels (Luxemburg) und Karl-Josef Pazzini (Hamburg). Hieraus soll u.a. eine Reihe von Matinées entstehen:

einmal im Monat, sonntags um 11 Uhr 

Beginn wahrscheinlich im November.

Ebenfalls für dort in Planung

ist eine Reihe von Marianne Schuller unter der Überschrift »Salonkultur und Briefkultur« und »Lebenswege« (z.B. Sabina Spielrein)

Aktuelle Information hierzu finden Sie auf den Seiten der AFP unter http://www.freudlacan.de und unter:

http://www.cafeleonar.de Jüdischer Salon am Grindel – Café Leonar Grindelhof 59, 20146 Hamburg { info [ad] cafeleonar.de ¦ [ad] : @ }






Luxemburg


Assoziation für die Freudsche Psychoanalyse
Lektüreseminar: Jacques Lacan: Seminar XI. Die vier Grundbegriffe der Psychoanalyse

Leitung: André Michels

Einmal im Monat, Dienstag, 20.00 Uhr

Auskunft/Anmeldung: Dr. med. André Michels, 55, avenue de la Liberté, L-1931 Luxemburg, Tel.: 00352 49 27 17



Assoziation für die Freudsche Psychoanalyse
Klinische Arbeitsgruppe: Diskussion um klinisches Material

Leitung: André Michels

Fortlaufend, einmal im Monat, Dienstag, 20.30 Uhr Der nächste Termin ist bei André Michels zu erfahren.

Auskunft/Anmeldung: Dr. med. André Michels, 55, avenue de la Liberté, L-1931 Luxemburg, Tel.: 00352 49 27 17






Naharia

Assoziation für die Freudsche Psychoanalyse
Klinisches Seminar: »Todestrieb und Unheilbarkeit«

Leitung: Karl-Josef Pazzini (Hamburg), Avi Rybnicki (Tel Aviv)

Anknüpfend an die bisherigen gemeinsamen Seminare in Tel Aviv und Hamburg findet im Oktober ein weiteres klinisches Seminar statt.

Aus dem Thema des letzten Seminars zur „Arbeitsübertragung“ ergab sich verkürzt folgende Überlegung zur Weiterarbeit: In der analytischen Arbeit ist man täglich mit Ohnmacht konfrontiert und dennoch gibt es da sehr viel Macht, sehr viel kann bewirkt werden, nicht unbedingt das, was man will. Gezähmt kann das Erschrecken vor dem Bild der eigenen Macht nur werden, wenn man sich in Zusammenhänge einfädelt, etwas abgibt und partizipiert. Auch eine Form von Arbeitsübertragung im Unterschied zur Identifikation mit einer Lehre oder einem Meister. Wann kann man, wann ist man berechtigt von Unheilbarkeit zu sprechen? Kann das überhaupt zum Kriterium psychoanalytischen Arbeitens werden? Setzt dies nicht ein Ideal voraus? Kann es zu einer solch starken Entmischung der Triebe kommen, dass die Manifestationen des Todestriebes sich unaufhaltsam durchsetzen? Im Hintergrund war bei der Themenstellung auch deutlich, aber auch genauso unklar, dass die Thematik von Heil und Todestrieb auch etwas mit der Geschichte der Psychoanalyse in Deutschland, mit Antisemitismus und der Begegnung von Deutschsprachigen und Israelis zu tun hat.

5./6. Oktober 2007 Naharia (Israel)

Teilnehmerbegrenzung: 15

Anmeldung: Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini, Bornstr. 12, 20146 Hamburg Tel.: +49 49 41 35 29 06, Fax: +49 40 41 35 29 07 { pazzini [ad] uni-hamburg.de ¦ [ad] : @ }







IV. — Tagungen




Berlin

Freud-Lacan-Gesellschaft, Psychoanalytische Assoziation Berlin
30. November, 1./2. Dezember 2007: Kongress
Sexuelles Genießen – heute. Ende der Verdrängung?

Freitag, 30. November, 20.00 Uhr Einleitung von Claus-Dieter Rath Eröffnungsvortrag von Marcel Ritter (Psychoanalytiker, Straßburg): »Die Einführung des Genießens bei Lacan« Anschließend kleiner Empfang

Samstag, 1. Dezember, 9.30–18.30 Uhr (mit Mittagspause) ca. 17.00 Uhr: Film »Comizi d’Amore« von Pier Paolo Pasolini ca. 20.00 Uhr: Büfett

Sonntag, 2. Dezember, 9.30–14.30 Uhr

Vorträge und Gesprächsrunden von Mitgliedern der Freud-Lacan-Gesellschaft:

Johanna Bossinade, Christiane Buhmann, Robin Cackett, Jean Clam, Maria Kreutzer, Arndt Himmelreich, Martine Lerude, Dieter Pilz, Claus-Dieter Rath, Bernhard Schwaiger, Cornelius Tauber, Ilsabe Witte.

Die Vorträge und Gespräche behandeln folgende Themen:

Cui prodest? Verdrändung und Bisexualität; Überall und nirgendwo

– eine Spielart des phallischen Genießens: das »Genießen des Idioten«; Gegenwart des Sexuellen; Oralität; »Stimme als Triebobjekt«. Skizze einer Diskussion; Medusa – vor und nach dem Blick; Verdrängung? Verleugnung? Zurückweisung? Über die heutige Klinik der Kinder und der Jugendlichen; »Ich sehe was, was du nichts siehst«. Die Rätsel kindlicher Phantasien; Zügellosigkeit, Verdrängung und Verurteilung. Jugnedliche und Sexualität; Riech-Lust. Die »organische Verdrängung« des Geruchssinns; Filmvorstellung mit Einführung zu „Comizi d’amore“ (P.P. Pasolini).

Zur vorbereitenden Lektüre empfohlen:

Sigmund Freud: „Die Verdrängung“ und „Aus der Geschichte einer infantilen Neurose“ (Der Wolfsmann)

Jacques Lacan: Seminar I (Verdrängung/Verwerfung), Seminar VII: Die Ethik der Psychoanalyse und Seminar XX – Encore (Genießen)

Ilka Quindeau, Volkar Sigusch (Hg): Freud und das Sexuelle. Neue psychoanalytische und sexualwissenschaftliche Perspektiven

Das Kongressprogramm wird ab Ende September verschickt. Bitte beachten Sie auch unsere Internet-Seite: www.freud-lacan-berlin.de

Anmeldung: Kongress-Sekretariat, c/o Rath, Niebuhrstr. 77, D-10629 Berlin, Fax: +49 30 883 37 37, Tel.: +49 160 658 33 40 (Mailbox), { Diskurserfahrung [ad] aol.com ¦ [ad] : @ }






Karlsruhe

16.–18. November 2007: Kongress
Arbeit in der Psychoanalyse
Veranstalter: AFP – Assoziation für die Freudsche Psychoanalyse

Eine unsichtbare Arbeit: die Arbeit des Unbewussten.

Eine unschätzbare Arbeit: die Arbeit des Psychoanalytikers und die des Analysanten.

Eine Ersetz-Arbeit: Deutungs- und Übersetzungstätigkeit in der Psychoanalyse.

Eine Pflicht-Arbeit, gegen die wir uns sträuben: die Freudsche Kulturarbeit, das Schuldgefühl und das Problem der allgemeinen Menschenliebe.

Fesselnde und abschreckende Arbeit: Psychopathologie des Arbeitslebens.

Acht Fragen zum Thema »Arbeit in der Psychoanalyse«:

Was arbeitet in Freuds Traumarbeit, Trauerarbeit, Kulturarbeit, Verdrängungsarbeit, Erinnerungsarbeit …?

Was ist eigentlich Objekt der psychoanalytischen Arbeit und was sind ihre Werkzeuge oder Instrumente? Welche Beziehung unterhält der Psychoanalytiker zu ihnen?

Wie unterscheidet sich die Arbeit, die ein Analytiker, von der, die ein Analysant leistet?

Was ist die Arbeit, die in einer Psychoanalyse stattfindet, im Unterschied zu einer psychotherapeutischen Arbeit?

Lässt sich feststellen, dass in der Psychoanalyse etwas arbeitet, und zwar unabhängig von etwaigen heroischen Taten oder Akten des Analytikers (›acte psychanalytique‹ und ›acte du psychanalyste‹)?

ie hängen Arbeit und Bezahlung in der psychoanalytischen Kur zusammen?

Im Hinblick auf die Arbeit des Analytikers und – bei einer kassenfinanzierten Psychotherapie – im Hinblick auf Arbeitstätigkeiten bzw. Arbeitsunfähigkeit des Analysanten?

In welchen Zusammenhängen und Funktionen erscheinen Er-werbsarbeit, Hausarbeit, künstlerische Arbeit … in einer psychoanalytischen Kur: Und welche Bedeutung haben dabei Arbeitspathologien, Arbeitsstörungen, Arbeitssucht, Arbeitsversagen?

Welche Problematiken bringt der Bezug jeder Arbeitstätigkeit auf den kleinen und auf den großen Anderen mit sich? Bspw. als der Gegensatz zwischen dem, was Freud das »Interesse an der Arbeitsgemeinschaft« nennt, und den Aggressionsneigungen der Einzelnen.

Diese Punkte erfordern Differenzierungen im Begriff der Arbeit und im Begriff des Psychoanalysierens.

Vorträge:

Karin Adler/Gabrielle Devallet-Gimpel (Paris/Toulouse): Arbeit in Lacans Proposition d’octobre 1967

Johanna Cadiot (Paris): Kulturarbeit und Geschlechterrollen

Annemarie Hamad (Paris): Arbeit oder Krieg? Trauerarbeit

Michael Meyer zum Wischen (Köln): Travail de mutation: Ein Begriff bei Serge Leclaire. Gedanken zu einer Arbeit des Wandels und der Veränderung in der Kur

André Michels (Luxemburg): »Triebschicksal« und »Arbeitsanforderung«

Catherine Moser (Elchingen b. Ulm): Arbeit und Widerstand: Arbeit macht frei; Macht Arbeit wirklich frei?

Peter Müller (Karlsruhe): »Das Schwerste, was wir zu tragen haben, ist, dass wir nichts zu tragen haben.«

Karl-Josef Pazzini (Hamburg): Psychoanalysieren als Arbeit und als Arbeitsstörung. Über den Arbeitsplatz des Analytikers

Erik Porath (Berlin): Periodizität und Zeitlichkeit: Von der Physik des psychischen Apparates zur Arbeit des Unbewussten Claus-Dieter Rath (Berlin): Arbeit des Unbewussten und Arbeit der Psychoanalyse

Françoise Samson (Paris): Arbeit in der psychoanalytischen Kur
Regula Schindler (Zürich): Sublimieren
Gerd Spittler (Bayreuth): Arbeiten – was ist das?
Versuch einer vergleichenden Anthropologie der Arbeit

Anna Tuschling (Basel): Die Witzarbeit

Peter Widmer (Zürich): Psychoanalytische Arbeit als

Herstellung des Verlusts

Termine: Freitag, 16. November 2007

(18.30 Uhr Einschreibung der Teilnehmer) bis Sonntag, 18. November 2007 (ca. 13.30 Uhr Ende der Tagung)

Anmeldung, Koordination, Information: Dr. Peter Müller, Moltkestr. 29 a, 76133 Karlsruhe Tel.: +49 721 20 735, Fax: +49 721 23 800, { petjanik [ad] t-online.de ¦ [ad] : @ }







André Michels

Dr. med., Psychiater und Psychoanalytiker in Luxemburg und Paris | zahlreiche Veröffentlichungen zu klinischen, literarischen und kulturkritischen Themen | Mitherausgeber u. a. vom Jahrbuch für klinische Psychoanalyse, Diskord-Verlag, Tübingen, 6 Bände (ab 1998) | Herausgeber von Actualité de l’hystérie, Érès, Toulouse, 2001 | Mitbegründer der Assoziation für die Freudsche Psychoanalyse, des Psychoanalytischen Kollegs (Deutschland), des Institut de Formation et de Recherche en Psychanalyse (Luxemburg) | Regelmäßige Seminare und Vorlesungen über Theorie und Praxis der Psycho-analyse. 55, av. de la Liberté, L-1931 Luxemburg, Tel.: 00352-492717, Fax: 00352-402306


Karl-Josef Pazzini

Prof. Dr. phil., M.A., Studium der Philosophie, Theologie, Erziehungswissenschaft, Mathematik, Kunstpädagogik | Lehrer | Psychoanalytiker in eigener Praxis | Mitbegründer der »Assoziation für die Freudsche Psychoanalyse« | Professor für »Erziehungswissenschaft. Didaktik der Bildenden Kunst«, Universität Hamburg | Arbeitsschwerpunkte: Psychoanalyse, Pädagogik, Museum; Bildung, Lehre und Lernen in Bezug auf Kunst, Aggressivität der Lehre; Forschungsprojekt »Wahn, Wissen, Institution« Bornstr. 12, 20146 Hamburg, Tel.: 040-41352906, Fax: 040-41352907, { pazzini [ad] uni-hamburg.de ¦ [ad] : @ }


Claus-Dieter Rath

Dr. rer. soc., Psychoanalytiker in Berlin | Gründungsmitglied von: Fondation Européenne pour la Psychanalyse (1991); Assoziation für die Freudsche Psychoanalyse (1994); Freud-Lacan-Gesellschaft. Psychoanalytische Assoziation Berlin (1997) | Veröffentlichungen über Fragen der psychoanalytischen Praxis, der Geschichte der Psychoanalyse und über die Massenpsychologie des Alltagslebens | Mitherausgeber von: (mit Jutta Prasse) Lacan und das Deutsche. Die Rückkehr der Psychoanalyse über den Rhein, Freiburg i. Br. 1994; (mit André Michels, Peter Müller, Achim Perner): Jahrbuch für klinische Psychoanalyse, Tübingen 1998ff.; Herausgeber der Textsammlung Jutta Prasse: Sprache und Fremdsprache. Psychoanalytische Aufsätze, Bielefeld 2004 | Psychoanalytische Supervisionen. Niebuhrstr. 77, 10629 Berlin, Tel.: 030-8819194, Fax: 030-8833737, { RathCD [ad] aol.com ¦ [ad] : @ }






Vorstand des Vereins »Psychoanalytisches Kolleg e. V.« ab Dezember 2005

  1. Vorsitzender: Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini Bornstr. 12, D-20146 Hamburg T.: +49-40-41352906, Fax: +49-40-41352907 { pazzini [ad] uni-hamburg.de ¦ [ad] : @ }
  2. Vorsitzender: Dr. Claus-Dieter Rath Niebuhrstr. 77, D-10629 Berlin T.: +49-30-8819194, Fax: +49-30-8833737 { RathCD [ad] aol.com ¦ [ad] : @ }

Schatzmeister: Dr. Peter Müller Moltkestraße 29 A, D-76133 Karlsruhe T.: +49-721-20735, Fax: +49-721-23800 { petjanik [ad] t-online.de ¦ [ad] : @ }








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